Vita

Foto: Ina Steinhusen

René Reith (alle Pronomen) arbeitet als Choreograf*in, Performancekünstler*in und Tanzwissenschaftler*in mit einem Arbeitsschwerpunkt in Norddeutschland.

In seinen Arbeiten tanzt René Reith mit und gegen sein früheres Ich Turniere, friert als Schneekönigin* die Blicke der Zuschauer*innen ein und lässt sich als Ausstellungsexponat mit verbundenen Augen in die Arme seiner Besucher*innen fallen. Seine querfeministische Perspektive und die enge Verbindung zwischen Theorie und Praxis zielt auf die kritischen Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Vorstellung von Körpern, Wahrnehmung und erschüttert hegemonialen Machtstrukturen. 
 

Seine Performances wurden unter Anderem auf den Festivals Temps d’M (Charleville-Mézières), FIDENA (Bochum) FITUC (Casablanca), Hauptsache Frei (Hamburg) und in der Schaubude Berlin aufgeführt. Reith wurde mit dem Theaterpreis der Bürgerstiftung Hildesheim, dem Fritz-Wortelmann-Preis der Stadt Bochum und dem Forschungspreis der Gesellschaft für Tanzforschung ausgezeichnet. 
Die Inszenierungen entstehen sowohl unter seiner künstlerischen Leitung als auch in kollaborativen Konstellationen, in denen er beispielsweise dramaturgisch, als Vermittler*in oder im Bereich der künstlerischen Audiodeskription tätig ist. So arbeitet er zusammen mit dem von ihm mitbegründeteten Künstler*innen-Netzwerk systemrhizoma, der Choreografin Ursina Tossi, der Choreografin Anna Carolin Weber und der Figurenspielerin Lourie Canac. 
 

Reith studierte Szenische Künste (BA) und Inszenierung der Künste und der Medien (MA) an der Universität Hildesheim, wie auch Performance- und Dance-Studies an der Stockholm University. Er war mit einer Projektskizze für eine künstlerisch-wissenschaftliche Dissertation zum Thema Choreografien der (Nicht-)Sichtbarkeit Mitglied des einjährigem Pre-Doktoralprogramms der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sein Studium und die künstlerische Arbeit wurden durch das Stipendium des Begabtenförderwerks Villigst und das stART.up-Stipendium der Claussen-Simon-Stiftung gefördert.
 

Als Dozent*in für Choreografie und Performance arbeitete er an der Stockholm University, der Stiftung Universität Hildesheim, wie auch im Rahmen des kulturellen Bildungsangebotes des FSJ Kultur in Hessen und Niedersachsen. Reith war Mit-Veranstalter*in der Tagung Working the Body an der Universität Hildesheim und hält in unterschiedlichen Foren der Kulturwissenschaften regelmäßig tanzwissenschaftliche Vorträge in Theorie und Praxis. Reith schreibt sowohl journalistische (Theater der Zeit) als auch wissenschaftliche Beiträge.


Er ist in beratenden Funktionen für den Kulturausschuss des deutschen evangelischen Kirchentags, den Masterplan Figurentheater des FIDENA Portals und den Roundtable Gender-Diversity des Fonds Darstellende Künste tätig.